Wednesday, February 25, 2009

Chop Suicide - Demo 2007


Chop Suicide kommen aus Kanada und spielen eine Mischung aus Punkrock, Rock 'n' Roll und einer Messerspitze Glam. Bandgitarrist und Sänger Stacy T. Rat spielte vorher bei den inzwischen aufgelösten Red Light Rippers, mit denen er bereits für einiges Aufsehen in der Rock-Undergroundszene sorgen konnte. Die Position am Chop Suicide Mikro teilt er sich mit der Sängerin Danyell DeVille (nebenbei noch Frontfrau bei der HC-Formation Pantychrist). Komplettiert wird das Band Line-Up durch Bassist Stephane DeBernardi (ebenfalls Ex-Red Light Rippers) und dem Drummer Kevin Earmon.

Das mir hier vorliegende 5-Track Demo aus dem Jahr 2007 ist Chop Sucide's erste gemeinsame Aufnahme die für die Zukunft doch auf einiges hoffen lässt. Die Songs des Demos sind allesamt kurz, schnörkelos und treten mächtig Arsch. Frontamazone Danyell DeVille hat eine angenehm rauhe Röhre, die zufällig nicht nur einmal an Joan Jett erinnert (man gebe sich bitte mal Songs wie "Panic Attack" und "Turn It On" ). Aber auch der ehemalige Rotlichtripper Stacy T. Rat kommt auf "Here To Stay" gesangstechnisch zum Zuge. "Rockabilly Bitch" ist eine lupenreine Rock 'n' Roll Nummer und daß das Demo abschließende "Runnin' On Empty" reiht sich mühelos in den Reigen nach vorne gehender Rocker ein.

Klar, die Musik der Band tönt jetzt weder besonders anspruchsvoll oder vollführt sonst irgendwelche musikalischen Kunststückchen, aber wer auf geradlinigen punkigen Rock mit rotzigem Gesang, dreckigen Gitarren und ganz viel "Leck mich am Arsch" - Attitüde steht, sollte Chop Suicide ruhig mal eine Chance geben. Ich bin gespannt, was in den nächsten Jahren musikalisch noch so alles von der Combo zu erwarten ist.

Für den Anfang gute 7,5 Punkte! (Reviewer: Wizz21)

CHOP SUICIDE AUF MYSPACE - CHECK THEM OUT!

Bandfeature: Vanity Blvd


Vanity Blvd ist eine weitere schwedische Band der neuen Generation, die sich dem guten, alten, 80er Jahre beeinflussten Glam Rock verschrieben hat. Gegründet Ende April 2005 fackelten sie in Sachen Aufnahmeaktivitäten nicht allzu lang. Gerade mal einen Monat nach Bandgründung nahmen sie im Black Lounge Studio von Scar Symmetry Gitarrist Jonas Kjellgren ihr erstes Demo "Vanity" auf.

Das Demo erwies sich als Erfolg auf ganzer Linie. Zahlreiche positive Reviews in Musikmagazinen und Begeisterung unter eingefleischten Sleaze- und Glamfans stärkten das Selbstbewusstsein der Band enorm. Aber auch auf Onlineplattformen wie Myspace stellte sich sehr schnell Erfolg ein. Nachdem die Band der weltweiten Myspace - Community die Songs ihres erstes Demos zur Verfügung stellte, hagelte es auch im World Wide Web jede Menge Lob. Die Resonanz auf Vanity Blvd's zweitem Demo "Playin' it Ruff" sollte sich sogar als noch größer herausstellen.

Kurz nach Release der zweiten Demo nahmen Ryan Roxie, seines Zeichens Gitarrist bei den Electric Angels und Alice Cooper und Chris Laney von Zan Clan Kontakt zu der Band auf, um mit ihnen ihr Debütalbum einzuspielen. Zur Zeit befinden sich die 3 Jungs und das Frontmädel noch immer an den Aufnahmen zum Album, das direkt nach Release vom schwedischen Label Gain Records vertrieben werden wird.

Diskographie:

2005 - Vanity (Demo)
2006 - Playin' it Ruff (Demo)

Links:

Offizielle Bandhomepage: http://www.vanityblvd.com

Vanity Blvd auf Myspace: http://www.myspace.com/vanityblvd

"Share my Pain" - Videoclip

Crossfire - Dirty Games (2007)

Melodischer Hardrock aus Israel(!). Produziert wurde das Album von George Horn in den traditionsreichen Fantasy Studios von L.A. (u.a. Marty Friedman, Racer X, Jason Becker etc.). Stilistisch liegt die Band irgendwo zwischen alten Def Leppard, Dokken, Slaughter und Crashdiet.



http://www.myspace.com/crossfirebnd


Bandfeature: The Deadthings


"Australia's No.1 Glam Metal Band" The Deadthings wurden im Jahr 2002 im australischen Stillbourne,Victoria gegründet, sehen aus wie eine Mischung aus Poison und Wednesday13 und haben sich dem klassischen 80iger Jahre-beinflussten Glam-Metal verschrieben. Der Sound der Band erinnert daher auch am meisten an eine Mischung aus Poison, Mötley Crüe und Ratt. Was die Deadthings von den eben genannten Bands allerdings unterscheidet, sind die oft leicht morbide-makaberen Texte. So haben z.B. Songs wie "Dead Girls Don't Say No" und "Cemetery Mary" textlich mehr Gemeinsamkeiten mit den Murderdolls oder Wednesday13. Trotzdem sollten die Deadthings von jedem qualitätsbewussten Glam-Fan unbedingt mal angetestet werden, es lohnt sich! Anfang 2007 haben die Jungs einen weltweiten Plattendeal über 2 Studioalben mit der Big Bang Music Group ergattern können. Man darf also gespannt sein, ob The Deadthings jetzt in den nächsten Jahren so richtig durchstarten werden.

Diskographie:

2004 - When hell sleazes over (EP)
2005 - Who killed Holly Would?
2007 - Dead Over Heels

Links:

Offizielle Bandhomepage: http://www.thedeadthings.com

The Deadthings auf Myspace: http://www.myspace.com/thedeadthings

Sleazy Joe - Rock Star EP (2007)


SLEAZY JOE, eine weitere schwedische Sleazecombo. Die 4 Schweden hauen uns mit ihrer Debüt-EP "Rock Star" eine Rock 'n' Roll Breitseite um die Ohren, die sich gewaschen hat. Im Jahr 2004 gegründet, konnte die Band durch häufiges touren gleich von Anfang an reichlich Erfahrung in Sachen Livegigs sammeln. Unter anderem sorgten sie als Vorband von Hardcore Superstar für Furore und wurden 2006, als erste Band ohne Plattenvertrag überhaupt, für das legendäre Sweden Rock Festival gebucht. Nach einigen weiteren umjubelten Club - und Festivalgigs erschien im letzten Jahr also nun ihre Debüt-EP.

Stilistisch liegen die Songs auf "Rock Star" irgendwo zwischen den Backyard Babies, Guns N' Roses und Hardcore Superstar. Letztere Band macht sich besonders im ersten Song "Rock Star" bemerkbar. Das Ding ist ein energiegeladener, nach vorne gehender Rocker der sich auch auf einem der ersten beiden HCSS Alben bestens geschlagen hätte. "Got Me Goin" haut in die selbe Kerbe und lädt mit seinem eingängigen Boogieriff förmlich zum begeisterten Fusswippen ein. "Get Away" rockt ebenfalls 1A vor sich hin und mit dem abschließenden "Close Enough for Rock 'n' Roll" erreicht der Launepegel des werten Herr Reviewers nochmal völlig ungeahnte Höhen. Der Song ist eingängig as fuck und die Ramones - Huldigung in Form von "Hey Ho - Sleazy Joe" Rufen einfach nur richtig geil.

Zum Beginn der Karriere ne richtig gute EP, was will man mehr? Bin schon jetzt gespannt auf das hoffentlich bald erscheinende Debütalbum! Beziehen könnt ihr "Rock Star" übrigens entweder auf Swedenrockshop.com oder direkt auf der Homepage der Band. Die 29 schwedischen Kronen (umgerechnet gerade mal 3 Euro) sollten es euch wert sein!

8 von 10 Punkten (Reviewer: Wizz21)

Sister Bandfeature

Ja, sie sehen ein klein wenig aus wie Tokyo Hotel, Nein sie machen nicht so ne schrottige Mucke wie die eben genannte Band.

Die Geschichte der Schweden von Sister begann vor ein paar Jahren, als die beiden musikbegeisterten Klassenkollegen Cari und Danni öfters miteinander jammten. Die vielen Stunden gemeinsamen Musizierens brachte die beiden dann nach einiger Zeit auf die Idee, irgendwann mal eine eigene Band gründen zu wollen. Es zogen ein paar Jahre ins Land aber irgendwie schienen die beiden Jungs nicht so Recht zu wissen, was sie musikalisch eigentlich wollten. Beide spielten in der Zwischenzeit zwar in mehreren Bands, aber irgendetwas ging immer schief.

Schließlich gründeten sie gemeinsam im Sommer 2005 die Band Ztikky Sister mit dem neu dazugekommenen Mr. Kaxi an der Gitarre und dem Leadsänger Al. Als dann Mr. Kaxi eines Tages die Combo plötzlich verließ, änderten sich auch die Strukturen innerhalb der Band. Al tauschte kurzerhand das Mikro gegen die Bassgitarre ein und als ob das noch nicht genug gewesen wäre, taufte sich die Band fortan auf den Namen Sister um. Alles was jetzt noch fehlte war ein neuer Leadsänger...

Dieser sollte dann im Winter 05/06 auf wundersame Weise endlich gefunden werden. Auf einem Konzertgelände begegneten die 3 Jungs nämlich dem Vince-Neil-Look-A-Like Jamie. Sie sprachen ihn drauf an, dass sie auf der Suche nach einem neuen Sänger für ihre Band wären und schließlich einigte man sich schnell darauf, es für ein paar Konzerte miteinander zu versuchen. Bis zu diesem Zeitpunkt sang Jamie aber noch in der Band Sweezy Angel und es entbrannte kurz darauf auch ein Konkurrenzkampf um die Gunst des Sängers. Letztendlich entschied sich Jamie dann aber nach ein paar Rehearsals für die Sisters und die Band war Anfang 2006 schließlich komplett.

Nach ein paar Gigs in ihrer Heimatstadt Jönköping entschlossen sich die frisch formierten Sister, ihr erstes 3-Track Demo "Shock Rock Party Pop" einzuspielen. Darunter auch den Song "Down on Your Knees", der von den Vorzügen eines guten Blowjobs erzählt, thats fuckin Sleaze, Baby! Insgesamt orientiert sich die Band soundtechnisch dann auch sehr an dem Sleaze und Glam Sound der Ende der 80iger Jahre mal so populär gewesen ist. Die musikalischen Einflüsse reichen von Mötley Crüe über Poison bis hin zu etwas unbekannteren Bands wie Alleycat Scratch und Wrathchild UK. Das erste Demo wurde dann glücklicherweise auch mehr als positiv in der heimischen Glam-Gemeinde aufgenommen. Beste Voraussetzungen also, um den Kurs beizubehalten und genauso weiter zu machen wie bisher. Tourtechnisch wurden die Sisters innerhalb von Schwedens Grenzen nun immer häufiger gebucht, was schließlich dazu führte, dass sie fortan an fast jedem Wochenende des Jahres irgendwo spielen konnten. Unter anderem sogar als Vorband von Crashdiet.

2007 hatten sie dann die Möglichkeit bekommen ihre neuen Songs "Ain't going home", "Broken Dreams" und "Faster" in Peter Londons und Martin Sweet's(Gitarrist,Crashdiet) Studio aufzunehmen. Aufgrund eines erheblich besseren Studioequipments klangen diese neue Recordings auch sehr viel besser und druckvoller, als die Tracks des ersten Demos, die vergleichsweise unter ziemlich bescheidenen Aufnahmebedingungen eingespielt wurden. Derzeit ist die Band leider immer noch auf der Suche nach einem Plattenvertrag, aber die vier noch blutjungen Kerle haben schließlich noch alle Zeit der Welt um diesen Zustand hoffentlich so bald wie möglich zu ändern!

Diskographie:

2005 - Shock Rock Party Pop (Demo)
2007 - Ain't going home (Demo)

Links:

Offizielle Bandhomepage: http://www.sisteronline.net

Sister bei Myspace: http://www.myspace.com/sisteronline

Jennyfer Star - On My Own EP (2007)

Jennyfer Star singt "hauptberuflich" bei den schwedischen Glamrockern von Starlet Suicide und hat im letzten Jahr ihre erste Solo-EP "On My Own" in Eigenproduktion fertiggestellt.



Mein bereits etwas älteres Review zur 2-Track EP "On My Own":

Es gibt oft Dinge im Leben, an die man nur durch Zufall kommt. Einer dieser Zufälle dreht sich bei mir gerade im CD-Player und nennt sich "On My Own". Vor ca. einer Woche tummelte ich mich mal wieder auf Myspace rum, um dort diverse Bands zwecks Promoinfos für The-Mosh-Pit anzuschreiben. Darunter auch die schwedischen Nachwuchsglammer von Starlet Suicide. Nach kurzer Wartezeit erhielt ich dann prompt auch eine Antwort von Jennyfer Star, ihres Zeichens Sängerin der Band. Starlet Suicide würden zur Zeit auf Eis liegen, aber wenn Interesse besteht, könnte ich auch gerne etwas über ihr neues Soloprojekt schreiben. Gar keine Frage - wird gemacht!

Kleiner Zeitsprung - eine Woche später: die 2-Track EP "On My Own" liegt bei mir mitsamt Promozettel im Briefkasten und ich bin gespannt drauf, ob Jennyfer auch solo das hohe Starlet Suicide - Niveau halten kann. Knappe Antwort: Sie kann! Die beiden Songs der EP verströmen die gleiche lässige Atmoshphäre wie die ihrer Hauptband. "As Good As It Gets" fackelt nicht lange und geht mit einem Klassechorus direkt ins Ohr. Die sleazig-rauhe Stimme Jennyfers erinnert nicht selten an eine coole Mischung aus einer sich die Seele aus dem Leib schreiende Courtney Love und Joan Jett. Der zweite Track "Be The Same" ist etwas ruhiger und melancholischer gehalten, gefällt mir aber nicht weniger gut. Alles in allem wirklich verdammt unterhaltsame 8 1/2 Minuten Musik und ich bin bereits jetzt drauf gespannt, ob die süße Blondine dieses hohe Niveau zukünftig auch auf einem kompletten Longplayer halten kann.

8 von 10 Punkten (Reviewer: Wizz21)

Und hier noch eine kleine Jennyfer Star Bio:

Jennyfer Star erblickte am 19. Mai 1981 im nördlichen Teil von Stockholm, Schweden das Licht der Welt. Schon als Kind machte es ihr Spass, im heimischen Wohnzimmer zu singen und zu tanzen, ausserdem spielte sie schon sehr früh sehr gerne Piano. Als junger Teenager beschloß sie schließlich ihr Hauptaugenmerk auf die Musik zu lenken. Sie fing an Gitarre zu spielen und versammelte ihre erste Band um sich. Anfangs spielten sie meist eher wütende, einfach gehaltene Punksongs, danach ging es dann mehr in Richtung Grunge und Industrial Rock. Nach einer kurzen Phase des Experimentierens entdeckte sie schließlich die Schönheit der 80er Jahre Rockmusik.

Ihren allerersten Liveauftritt hatte sie 1998 mit ihrer damaligen Band Magick Psycho Shock in einem nationalem Musikwettbewerb namens "Musik Direkt". Der Sound der Combo orientierte sich sehr stark in Richtung Marilyn Manson, zu ihrem Unglück kamen sie aber in dem Contest nicht allzu weit. Danach trennte sich die Band und Jennyfer startete ein neues schwedisch/finnisches Duo-Projekt mit dem Namen Miss Cocaine. Diesmal ging der Sound bereits etwas mehr in Richtung Glam, allerdings immer noch mit einer deutlichen Industrial-Schlagseite. Obwohl sie ein paar gemeinsame Songs aufnehmen konnten und für weitere Recording-Sessions zwischenzeitlich sogar in die USA reisten (in denen sie übrigens nach 3 Monaten voller Party keinen einzigen Ton aufnahmen) zerbrach auch dieses Projekt recht schnell. Das wichtigste in dieser Zeit war aber, dass sich Jennyfer in den Staaten einige Kontakte aufbauen konnte von denen sie später noch profitieren sollte.

Nach dem Ende von Miss Cocaine hatte Jennyfer das Gefühl, sich musikalisch ein weiteres Mal umorientieren zu müssen. Sie trat der Glampunk-Gruppe Swindle-a-Go-Go bei, die zu diesem Zeitpunkt gerade eine freie Stelle am Bass zu vergeben hatten. Nach ein paar Jahren ungezwungenem Spass als Bassistin, beschloß sie dann schließlich im Jahr 2004 eine Band zu gründen, in der sie endlich wieder singen und eigene Songs schreiben konnte. Das war dann auch die Geburtsstunde ihrer bisher bekanntesten Band Starlet Suicide. Endlich hatte sie die Band gefunden, von der sie immer geträumt hatte. Junge, gutaussende, hungrige Musiker mit einer Vorliebe für Glam und Sleaze, die 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche für den Erfolg und die Musik lebten. Die Band existiert bis zum heutigen Tage immer noch, liegt derzeit aber auf Eis, damit sich Jennyfer auf ihr neues Soloprojekt konzentrieren kann. Für das Mädel eine gelungene Abwechslung, zu schauen wie es ist sich musikalisch individuell auszuprobieren und auf komplett eigenen Füssen zu stehen. Die Songs ihrer im April 2007 selbstproduzierten Debüt-EP "On My Own" lassen für die Zukunft auf jeden Fall auf einiges hoffen! Bestellen könnt ihr das gute Stück übrigens auf ihrer offziellen Homepage für lächerlich günstige 2 Euro + Versand.

Diskography:

2007 - On my own (EP)

Links:

Offizielle Homepage: http://www.jennyferstar.com

Jennyfer Star bei Myspace: http://www.myspace.com/jennyferstarmusic


Reinhören lohnt sich hier definitiv!