Wednesday, February 25, 2009

Broken Teeth - Electric (2008)


Erinnert sich von euch noch jemand an Jason McMaster? Derjenige welche konnte Ende der 80iger/Anfang der 90iger Jahre mit seiner Band Dangerous Toys einige Achtungserfolge sammeln. Speziell das selbstbetitelte 89er Debüt, der Nachfolger "Hellacious Acres" (1991) und das leider zu Unrecht etwas untergegangene "Pissed" von 1994 boten allerbesten Sleazerock im Stile alter Guns 'N Roses, Skid Row & Konsorten. 1995 folgte dann mit dem trendverseuchten Grunge-Alternative Rohrkrepierer "The R.Tist 4.Merly Known As..." leider der Absturz ins Bodenlose und bis heute das (vorerst?) letzte Studioalbum der "gefährlichen Spielsachen".

Doch Mr. McMaster lag auch nach dem Ende der Dangerous Toys keineswegs auf der faulen Haut. 1999 wagte er mit Broken Teeth einen musikalischen Neuanfang. In den letzten 9 Jahren releaste die Band bereits 4 Studioalben inkl. ihres neuen Werks "Electric". Stilistisch hat sich im Vergleich zu alten Zeiten ein wenig was getan: regierte früher noch fast ausnahmslos die Sleazekeule so sind es heute eher traditionelle Hardrockklänge die den Ton angeben.

Das hört man den rund 40-minütigen Longplayer auch zu jeder Sekunde an. Stellt euch eine Mischung aus 80er Jahre AC/DC, Rose Tattoo und Krokus vor und addiert dann noch die nicht selten nach Bon Scott klingende Rockröhre von Jason McMaster hinzu. Klar, das verdient alles keinen Originalitätspreis und solche Mucke hat man in der Form auch schon geschätzte 10.000 mal gehört, aber mal ehrlich, unter uns erzkonservativen Vollblutrockern: who gives a Fuck? Wenn das Zeug so energievoll und launig abgeht wie bei Broken Teeth gehen mir Schlagworte wie "Innovation", "musikalische Eigenständigkeit" und anderer pseudoanspruchsvoller Mumpitz gepflegt am Arsch vorbei.

Als "Ersatzdroge" für Airbourne-geschädigte und als Wartezeitverkürzung auf die neue AC/DC ist "Electric" eine mehr als willkommene Abwechslung!

8 Punkte (Reviewer: Wizz21)

Label: Textone/Cargo Distribution
Myspace: http://www.myspace.com/brokenteeth
Jahr: 2008
Spielzeit: 40:01
Tracklist:

01. Roll Over
02. Electric
03. Blood On The Radio
04. Hell For Sale
05. Bonfire
06. Burns Like Love
07. She's Gonna' Blow
08. Devil Money
09. Stick It In
10. Hangin' By The Skin
11. Undertaker
12. El' Diablo

Motorcity Brags - Ten Arrogant Tales (2008)


Die Motorcity Brags müssen große Ramones-Fans sein. Das ist zumindestens der erste Gedanke wenn man zum ersten Mal einen Song der 3 Italorocker aus Turin gehört hat. Paul Del Bello (Vocals), Mexx (Leadguitar) und Marco DaVinci (Drums) machen da aber auch selber keinen großen Hehl draus. In den letzten Jahren haben sie in ihrer Heimat hunderte von Livegigs gegeben, darunter nicht wenige reine Ramones Tributeshows, einige Musikawards abgeräumt (u.a. wurden sie zur besten italienischen Rockband 2005 gekürt), und ausserdem haben sie noch einen Werbevertrag mit Fiat(!).

Die 3 Punkrocker jetzt aber zu sehr in die "Ramones-Ecke" zu stellen, würde der Mucke der Jungs nicht ganz gerecht werden. So finden sich auf "Ten Arrogant Tales" neben den offensichtlichen Ramones-Einflüssen auch noch Motörhead-Referenzen ("Stone Cold Motherfucker"), ein Schuss 70iger Jahre Kiss, sowie eine gehörige Portion Endneunziger Punkrocksound der Marke Hellacopters und Turbonegro ("Riot of the Rants"). Mit "These Boots Are Made For Walkin' " gibt es gegen Ende der knapp 30 Minuten Spielzeit sogar noch eine Nancy Sinatra Coverversion. Nicht ganz so gut wie die alte Megadeth-Version aber dennoch sehr launig umgesetzt. Zum Schluss dieses Reviews vergeb ich noch die Rock Dungeon - interne Auszeichnung zum Songnamen des Jahres: Wer sich Titel wie "I Need an Ugly and Stupid Girlfriend so i can Feel so Cute and Clever" ausdenkt steht in meinem Buch der coolen Leute ganz weit oben!

"We Are a Dirty Rock n Roll Band" heisst es in einem Motorcity Brags Song - stimmt, eine verdammt gute!

8,5 von 10 Punkten (Reviewer: Wizz21)

Band: Motorcity Brags
Album: Ten Arrogant Tales
Label: Cumshot Records
Myspace: http://www.myspace.com/rnrhooligans

Mad Margritt - Animal (2007)




















Mad Margritt rocken nun bereits schon seit über 10 Jahren durch die Rocklandschaft und haben sich seitdem, zumindestens in Insiderkreisen, einen mehr als respektablen Ruf erspielt. Im letzten Jahr erchien ihr immer noch aktueller Longplayer "Animal". Im Vergleich zum direkten 2005er Vorgänger "Straight through the Heart" hat sich hier nicht viel geändert. Immer noch dominieren Hardrockklänge wie man sie am ehesten aus den Achtziger Jahren kennt. Soll heissen: wer bereits damals ein Herz für Bands wie Winger, Dokken, White Lion, Firehouse etc. hatte, wird auch mit "Animal" einen Heidenspass haben.

"Animal", der erste Song des gleichnamigen Albums startet mit einem ziemlichen Gitarrenbrett - hier wird gerifft was das Zeug hält. Vielleicht der bisher härteste Track den Mad Margritt je geschrieben haben, so ein bisschen Richtung Skid Row zu "Slave To The Grind" - Zeiten, nur nicht ganz so...ähh..."grindig". "Looking In From The Outside" ist ein cooler Midtempo-Groover der Marke Ratt, "Don't Say A Word" bedient mit Ohrwurmrefrain, mächtigem Backgroundgesang und coolen Soli alte Dokkenfans und "Loaded Gun" weckt Erinnerungen an Kiss zu "Lick It Up" - Zeiten. Auch die restlichen drei Songs von "Animal" , darunter die Halbballade "Ruling Me" können das durchweg hohe Niveau problemlos halten.

Fazit:

Starke Songs, sehr gute Produktion. Das einzige was mich ein wenig wurmt und wofür ich dann auch einen halben Punkt abziehe ist die Tatsache das "Animal" minus Intro gerade mal auf 7 Songs kommt. Beim nächsten Mal bitte wieder ein paar Kracher mehr, Jungs!

8 von 10 Punkten (Reviewer: Wizz21)

V.Ö. : 2007 (Perris Records)
Bandhomepage: http://www.madmargritt.com
Myspaceseite: http://www.myspace.com/madmargritt

Tracklist:
01. Extreme Osculation
02. Animal
03. Looking In From The Outside
04. Don't Say A Word
05. Loaded Gun
06. I Don't Think I Love You
07. Ruling Me
08. Time

Band:
Eddie Smith - Vocals & Gitarre
Scott Banks - Gitarre & Keyboards
Skip Mullis - Bass
Danny Belli - Drums

Wired Desire - Barely Illegal EP (2008)


Ihr wollt frischen unverbrauchten Hardrock? So richtig schön auf die Fresse, zum mitbangen, zum spießigen Schlager-hörenden Nachbarn ärgern oder einfach nur zum mitrocken? Dann wird es allerhöchste Zeit die Mucke von Wired Desire anzutesten. Die 5 Schotten, die allesamt noch am Anfang ihrer 20iger stehen spielen einen frischen Mix aus AC/DC beeinflussten Hardrock, einer gehörigen Portion Seventies Rock der Marke Nazareth und Sleazerock den Bands wie Guns N' Roses und Faster Pussycat zu aller Ehre gereichen würde.

Kieran Daly (Vocals), Jam (Lead Guitar), Eddie Edwards (Rhythm Guitar), The McClymont (Bass) und Jeeves Hardy (Drums) zocken auf ihrer Debüt EP "Barely Illegal" dermaßen straight und abgeklärt drauf los, das es eine wahre Freude ist. "No One Sleeps", der erste Song der knapp 16 Minuten langen EP nimmt gleich von Anfang an keine Gefangenen. Stellt euch eine Mischung vor aus Aerosmith, als sie noch Medizinballgroße Eier hatten, junge AC/DC und Gotthard zu Zeiten ihres Debütalbums . Frontmann Kieran klingt hier sogar ein wenig nach Steve Lee. Mit "The Hard Stuff" geht es dann munter weiter - mit unwiderstehlichem Groove beschwören Wired Desire hier den Geist alter Songs ihrer Landsmänner von Nazareth herauf. Das sich ununterbrochen durch den Song ziehende Leitriff erinnert sehr an alte Hardrockkracher wie "Hair of the Dog", allererste Sahne. Wer dabei noch seine Beine stillhalten kann, leidet entweder unter Muskelschwund oder ist bereits tot.

Es kann nicht besser werden? Falsch gedacht! "Damn Hard" setzt dem geilen Gerocke entgültig die Krone auf. Killermelodie, Killerbridge, Killerchorus, Killersoli. (ich tanz hier übrigens gerade, während ich dieses Review schreibe, quer durch meine Bude, spiele Luftgitarre und verliere mindestens 2 Kilo an Gewicht). "Ride", der Abschluss der EP steht den anderen Songs ebenfalls in nichts nach. Ein weiterer Uptempo-Hammer, der sich selbst auf "Appetite for Destruction" von den alten Gunners verdammt gut gemacht hätte.

Der Sound der selbstproduzierten EP lässt ebenfalls keine Wünsche offen, ich hab da schon Alben viel etablierterer Combos gehört, die sich deutlich schlechter angehört haben. Also Leute, worauf noch lange warten? Hier ist schleunigstes bestellen angesagt!

KLICK MICH!

Um es mal mit einem Songtext der Band zu sagen: "So Damn Hard to beat!" - diese 5 Jungs sind verdammt schwer zu schlagen und rocken die Scheisse fett!

9 Punkte (Reviewer: Wizz21)

Tracklist:

1. No One Sleeps (4:14)
2. The Hard Stuff (3:33)
3. Damn Hard (4:07)
4. Ride (3:59)

www.wireddesire.co.uk
www.myspace.com/wireddesireband

Blackrain - Innocent Rosie EP (2008)


Die "New Wave of Swedish Sleaze" erzielt so langsam auch in anderen Teilen unseres Kontinents ihre Wirkung. Nachdem der Rest Skandinaviens und große Teile Südeuropas bereits vom Sleaze - und Glamfieber angesteckt worden sind, trifft es mit Frankreich nun ein Land das für mich bisher in Sachen Sleaze und Glam völlig unbeleckt gewesen ist.

Die 2002 gegründeten Blackrain frönten dabei zum Start ihrer Karriere eher den schwermetallischen Klängen. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum enthielt z.B. so vielsagende Songnamen wie "Kill 'em All", "Gods of Metal" oder "No Life til' Metal". Netter Euro-Powermetal mit leichten W.A.S.P. Anleihen, ganz viel Doublebass und Texten die Manowar alle Ehre machen würden. Konnte man hören, war aber halt nichts besonderes.

Jetzt, 2 Jahre später, erscheint mit der "Innocent Rosie" EP also das nächste musikalische Lebenszeichen der Band. Und das, meine lieben Leser, haut mich vollkommen aus den Latschen. Die Jungs sahen ja bereits vor ihrer musikalischen Kurskorrektur aus wie waschechte Sleazer, aber ab sofort gehts auch in ihren Songs in die "sleazy & dirty" Richtung!

"Innocent Rosie" ist eine arschgeile eingängige Sleazehymne wie sie im Buche steht. Frontmann Swan klingt hier wie eine Mischung aus einem jungen Axl Rose, Stephen Pearcy (Ratt) und Cinderella Frontmann Tom Keifer. Das flotte "Rock Your City" weckt Erinnerungen an Bands wie den Dangerous Toys und das abschließende "Nasty" hätte sich verdammt gut auf der letzten Crashdiet gemacht. Soundtechnisch veredelt wurde die EP von Chris Laney, seines Zeichens Gitarrist bei Zan Clan, und bereits für die Produktionen der letzten Alben von Crazy Lixx, Candlemass und den Glorious Bankrobbers verantwortlich.

"Innocent Rosie" ist der ideale Vorbote für das, hoffentlich noch 2008 erscheinende, nächste Studioalbum "License to Thrill". Wenn der Longplayer genauso gut wird wie die EP, prophezeie ich hier an dieser Stelle schon mal einen richtigen Sleazekracher.

8 nasty Points - ROCK YOUR CITY, FUCKERS! \m/ (Reviewer: Wizz21)


Blackrain @ Myspace

Chop Suicide - Demo 2007


Chop Suicide kommen aus Kanada und spielen eine Mischung aus Punkrock, Rock 'n' Roll und einer Messerspitze Glam. Bandgitarrist und Sänger Stacy T. Rat spielte vorher bei den inzwischen aufgelösten Red Light Rippers, mit denen er bereits für einiges Aufsehen in der Rock-Undergroundszene sorgen konnte. Die Position am Chop Suicide Mikro teilt er sich mit der Sängerin Danyell DeVille (nebenbei noch Frontfrau bei der HC-Formation Pantychrist). Komplettiert wird das Band Line-Up durch Bassist Stephane DeBernardi (ebenfalls Ex-Red Light Rippers) und dem Drummer Kevin Earmon.

Das mir hier vorliegende 5-Track Demo aus dem Jahr 2007 ist Chop Sucide's erste gemeinsame Aufnahme die für die Zukunft doch auf einiges hoffen lässt. Die Songs des Demos sind allesamt kurz, schnörkelos und treten mächtig Arsch. Frontamazone Danyell DeVille hat eine angenehm rauhe Röhre, die zufällig nicht nur einmal an Joan Jett erinnert (man gebe sich bitte mal Songs wie "Panic Attack" und "Turn It On" ). Aber auch der ehemalige Rotlichtripper Stacy T. Rat kommt auf "Here To Stay" gesangstechnisch zum Zuge. "Rockabilly Bitch" ist eine lupenreine Rock 'n' Roll Nummer und daß das Demo abschließende "Runnin' On Empty" reiht sich mühelos in den Reigen nach vorne gehender Rocker ein.

Klar, die Musik der Band tönt jetzt weder besonders anspruchsvoll oder vollführt sonst irgendwelche musikalischen Kunststückchen, aber wer auf geradlinigen punkigen Rock mit rotzigem Gesang, dreckigen Gitarren und ganz viel "Leck mich am Arsch" - Attitüde steht, sollte Chop Suicide ruhig mal eine Chance geben. Ich bin gespannt, was in den nächsten Jahren musikalisch noch so alles von der Combo zu erwarten ist.

Für den Anfang gute 7,5 Punkte! (Reviewer: Wizz21)

CHOP SUICIDE AUF MYSPACE - CHECK THEM OUT!

Bandfeature: Vanity Blvd


Vanity Blvd ist eine weitere schwedische Band der neuen Generation, die sich dem guten, alten, 80er Jahre beeinflussten Glam Rock verschrieben hat. Gegründet Ende April 2005 fackelten sie in Sachen Aufnahmeaktivitäten nicht allzu lang. Gerade mal einen Monat nach Bandgründung nahmen sie im Black Lounge Studio von Scar Symmetry Gitarrist Jonas Kjellgren ihr erstes Demo "Vanity" auf.

Das Demo erwies sich als Erfolg auf ganzer Linie. Zahlreiche positive Reviews in Musikmagazinen und Begeisterung unter eingefleischten Sleaze- und Glamfans stärkten das Selbstbewusstsein der Band enorm. Aber auch auf Onlineplattformen wie Myspace stellte sich sehr schnell Erfolg ein. Nachdem die Band der weltweiten Myspace - Community die Songs ihres erstes Demos zur Verfügung stellte, hagelte es auch im World Wide Web jede Menge Lob. Die Resonanz auf Vanity Blvd's zweitem Demo "Playin' it Ruff" sollte sich sogar als noch größer herausstellen.

Kurz nach Release der zweiten Demo nahmen Ryan Roxie, seines Zeichens Gitarrist bei den Electric Angels und Alice Cooper und Chris Laney von Zan Clan Kontakt zu der Band auf, um mit ihnen ihr Debütalbum einzuspielen. Zur Zeit befinden sich die 3 Jungs und das Frontmädel noch immer an den Aufnahmen zum Album, das direkt nach Release vom schwedischen Label Gain Records vertrieben werden wird.

Diskographie:

2005 - Vanity (Demo)
2006 - Playin' it Ruff (Demo)

Links:

Offizielle Bandhomepage: http://www.vanityblvd.com

Vanity Blvd auf Myspace: http://www.myspace.com/vanityblvd

"Share my Pain" - Videoclip